Offizielles Abschlusskonzert des Chinesischen Kulturjahres in Deutschland

Zhejiang Symphony Orchestra am 13.Januar 2013 im Konzerthaus in Berlin

Nach einem Jahr mit zahlreichen kreativen Beiträgen aus allen Kultursparten wird am 13. Januar 2013 das Chinesische Kulturjahr in Deutschland mit einem Konzert des Zhejiang Symphony Orchestra beschlossen. Im Vordergrund steht zu diesem Anlass die Weltpremiere einer Bearbeitung von Gustav Mahlers Meisterwerk „Das Lied von der Erde“.

Ein Jahrhundert nach der Uraufführung realisiert der chinesische Dirigent Muhai Tang seine lang gehegte Idee, Mahlers „Das Lied von der Erde“ durch Integration chinesischer Instrumente zu einer wahren Sinfonie zweier Kulturen weiter zu entwickeln. Die Lied-Sinfonie stellte Mahler ursprünglich nach Gedichten aus Hans Bethges „Die chinesische Flöte“ zusammen. Der Hamburger Musiker und Bearbeiter Cord Garben fertigte das Arrangement für Kammerorchester. Für die gesangliche Begleitung zur Premiere konnten die namhaften Sänger Iris Vermillion, eine der besten Mahler-Interpretinnen weltweit,  und Stefan Vinke, der zuletzt mit der Rolle als „Siegfried“ im Londoner Covent Garden große Erfolge feierte, gewonnen werden.

 Musikalisch interpretiert wird das Stück durch das Zhejiang Symphony Orchestra, das sich unter der Leitung Muhai Tangs in den vergangenen Jahren zu den führenden musikalischen Klangkörpern Chinas entwickelt hat. Sein Deutschlanddebüt gab das junge Orchester 2011 mit einem viel beachteten Gastspiel ebenfalls im Konzerthaus Berlin. Im selben Jahr wurden außerdem sehr erfolgreiche Engagements beim MITO Settembre Musica Festivals in Italien und beim Dvorak Festival Prag absolviert. Auf seiner diesjährigen Tournee markiert Berlin die einzige Station in Deutschland.

 Das Zhejiang Symphony Orchestra verfügt über ein einzigartiges Repertoire, das sowohl westliche symphonische Werke, als auch traditionelle chinesische Stücke umfasst. In Berlin kommen neben der Mahler Bearbeitung chinesische Kompositionen zur Aufführung, die dem Berliner Publikum einen ganz besonderen Einblick in den Facettenreichtum und die Ausdruckskraft chinesischer Musik bieten werden.

 Die künstlerische Leitung des Konzerts obliegt Muhai Tang, der in ganz herausragender Weise vorgemacht hat, wie der musikalische Brückenschlag zwischen Okzident und Orient gelingt. Als erster chinesischer Dirigent nach Chinas Öffnung wurde er im Jahre 1978 zum Studium in den Westen gesandt. Seitdem ist er auf den Bühnen westlicher genauso wie chinesischer Konzert- und Opernhäusern zuhause. Neben einer Grammy Auszeichnung in 2002 für Tan Duns „Guitar Concertos“ kann Muhai Tang auf die Zusammenarbeit mit zahllosen führenden internationalen Orchestern und erstklassigen Künstlern verweisen, wobei er stets einen engen Kontakt zu seinem Heimatland pflegt.

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